Mit Hilfe der Computertomographie können Hersteller tief in ihre Produkte schauen und selbst kleinste Abweichungen vom Ist-Zustand aufspüren. Element verfügt über eines der größten Labore für industrielle Computertomographie in Deutschland.

Die industrielle Computertomographie (ICT) ist eine zerstörungsfreie Prüfung (ZfP) von Werkstoffen, die mittels Röntgenstrahlung die detaillierte Betrachtung eines Werkstücks ermöglicht. Eingesetzt wird die ICT unter anderem in Branchen wie Automobilbau, Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt, Gießereien, Schmieden, Kunststoff, Elektronik sowie bei der Additiven Fertigung (3D-Druck).

Das Verfahren bietet präzise Innenansichten von Bauteilen sowohl von wenige Millimeter kleinen Schaltkreisen und Schweißnähten als auch größeren Gegenständen wie Ventilen und Druckbehälter. Mit entsprechend großen Geräten können auch komplette Motorblöcke und großformatige Flugzeugstrukturen durchstrahlt werden.

Weil das Verfahren für fast alle Materialien geeignet ist, wird die 3D Computertomographie bei zahlreichen Problemstellungen eingesetzt, etwa zur Erkennung von Produktionsfehlern, Bauteilvermessung, Schadensanalyse und für das Reverse Engineering.

3D-Aufnahmen vom Prüfobjekt

Im Grundprinzip bestehen ICT-Anlagen aus einer Röntgenquelle, deren Strahlung das zu untersuchende Objekt durchdringt. Abhängig von Dichte und Dicke des Materials wird ein Teil der Röntgenstrahlung absorbiert, die durchdringende Strahlung wird von einem Detektor registriert und mittels nachgeschalteter Elektronik zu einem Bild digitalisiert.

Während des Vorgangs drehen sich das Prüfobjekt oder die Röntgenquellen, wodurch CT-Aufnahmen aus unterschiedlichen Perspektiven entstehen. Aus diesen Informationen errechnet der Computer eine dreidimensionale Ansicht, die am Bildschirm betrachtet und beispielsweise mit einem CAD-Programm oder Analyse-Software weiterverarbeitet werden kann.

Computertomographie – Das bietet Element

Bei Element erfolgt die CT-Prüfung nach individuellen Kundenanforderungen oder nach branchenspezifischen Normen. An den Standorten Aalen und Garching bei München ermöglichen moderne CT-Geräte (180 kV-450 kV) eine hochpräzise Defektanalyse an Kunststoff-, Aluminium- oder Stahlteilen sowie an bereits vergossenen Elektronikbaugruppen. Eine Doppelröntgenröhre (Feinfokus und Nanofokus) ermöglicht die Untersuchung selbst feinster Strukturen in höchster Auflösung und die präzise Lokalisierung vorhandener Porositäten, Lunker, Fehlstellen und Fremdmaterialien in Bauteilen. Die CT-Prüfung erfolgt sowohl nach individuellen Kundenanforderungen als auch nach branchenspezifischen Normen.