Korrosion ist die chemische oder elektrochemische Reaktion von Metallen mit ihrer Umgebung, die zu einer Beeinträchtigung der Werkstoffeigenschaften führt bzw. sogar zu einer völligen Zerstörung des Werkstoffes führen kann.

Durch Korrosionsschäden werden allein in den Industrieländern jährliche Verluste in der Größenordnung von 3 bis 4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes verursacht. Im Jahr 2015 betrug dieser Schaden in Deutschland bis zu 120 Milliarden Euro oder vielleicht besser fassbar 3.805 EUR pro Sekunde. Etwa 25 Prozent davon könnten vorbeugend durch konsequentes Prüfen vermieden werden.

Allgemein entsteht die Korrosion von Metallen und Legierungen durch eine Grenzflächenreaktion der Werkstoffoberfläche mit ihrer Umgebung. Man unterscheidet neben der allgemeinen Flächenkorrosion in weitere Korrosionsarten mit und ohne überlagerte mechanische Belastung. Der Anteil von rissbildenden Korrosionsarten beträgt etwa ein Drittel aller Korrosionsschäden.

Korrosion, kann aber bei optimaler Werkstoffauswahl, regelmäßiger Prüfung sowie Planung geeigneter Korrosionsschutzmaßnahmen, weitgehend vermieden werden.

Um die Empfindlichkeit Ihrer Werkstoffe gegenüber den einzelnen Korrosionsarten besser voraussagen und bewerten zu können, bietet Element zahlreiche Korrosionsprüfungen nach nationalen und internationalen Normen (DIN, EN, ISO, ASTM, NACE) an.

Unsere Labore verfügen über umfangreiche, moderne labortechnische Ausstattungen und unsere Werkstoffingenieure bieten ein vielseitiges Wissen, um Ihnen Prüfungen aus den folgenden Korrosionsbereichen anbieten zu können:

• Massenverlusttests

• Interkristalline Korrosion (IK)

• Loch- und Muldenkorrosion

• Spaltkorrosion

• Spannungsrisskorrosion (SpRK)

• Wasserstoffinduzierte Rissbildung (HIC)

• Salzsprühnebelprüfungen

• Klimaprüfungen

Korrosionsprüfung

Nach diesem Standards prüft Element in Deutschland

  • • DIN EN ISO 3651-1 – Massenverlusttest nach Huey
  • • DIN EN ISO 3651-2 – Beständigkeit von nichtrostenden Stählen gegen interkristalline Korrosion in schwefelsäurehaltigen Medien
  • • DIN 50915 – Spannungsrisskorrosion
  • • DIN EN ISO 9227 – Salzsprühnebelprüfung
  • • DIN EN ISO 6270-2 – Klimaprüfung
  • • DIN EN 10229 – Beständigkeit von Stahlerzeugnissen gegen wasserstoffinduzierte Rissbildung (HIC)
  • • DIN 50916 Teil 1 und 2 – Spannungsrisskorrosionsprüfung mit Ammoniak
  • • SEP 1877 – Beständigkeit hochlegierter, korrosionsbeständiger Werkstoffe gegen interkristalline Korrosion
  • • ASTM A262 Practice A, B, C und E
  • • ASTM G28 Practice A und B – Beständigkeit von nichtrostenden Stählen gegen interkristalline Korrosion in siedenden Medien
  • • ASTM G48 – Lochkorrosion
  • • ASTM G66 – Visuelle Beurteilung der Korrosionsanfälligkeit von Aluminiumlegierungen der Serie 5XXX (ASSET - Test)
  • • ASTM G67 – Bestimmung der Anfälligkeit gegen interkristalline Korrosion von Aluminiumlegierungen der Serie 5XXX durch Massenverlust nach Beaufschlagung mit Salpetersäure (NAMLT-Test)
  • • ASTM A923 Method C – Korrosionsprüfung mittels Eisenchlorid-Prüflösung an Duplex-Stählen
  • • NACE TM 0284 – Wasserstoffinduzierte Rissbildung (HIC)