Mit der Magnetpulverprüfung können Risse in oder dicht unter der Oberfläche von Werkstoffen und Bauteilen nachgewiesen werden. Wir setzen dieses Verfahren in unseren hochmodernen Laboren ein und nutzen mobile Geräte für eine Prüfung vor Ort.

Für die Suche nach Rissen an der Oberfläche von Werkstoffen stellt die Magnetpulverprüfung (MT-Prüfung) eine effiziente zerstörungsfreie Prüfmethode (ZfP) dar. Sie wird eingesetzt, um mit Magnetpulver oberflächennahe Risse auf ferromagnetischen Werkstücken sichtbar zu machen. Häufiger Anwendungsbereich der Magnetpulverprüfung ist die Untersuchung von Werkstücken wie Stangen, Gussteilen, Schmiedestücken, Barren, Verbindungselementen, Schweißnähten und Strangpressteilen. Die Untersuchung sehr großer oder bereits montierter Bauteile wie Antriebswellen von Schiffsmotoren oder Rotoren von Windkraftanlagen ist mit der MT-Prüfung ebenfalls möglich.

Für magnetisierbare Werkstücke geeignet

Für die Überprüfung wird das Werkstück zunächst magnetisiert. Dazu können je nach Form und Größe sowie der Umgebungssituation unterschiedliche Methoden angewendet werden, etwa indem elektrischer Strom durch den zu prüfenden Bereich geleitet wird (Stromdurchflutung). Bei der Felddurchflutung wird der Prüfgegenstand einem externen Magnetfeld ausgesetzt, welches beispielsweise durch stromdurchflossene Spulen erzeugt wird. Diese Methode ist für die Untersuchung kleiner Werkstücke von Vorteil, während bei der Stromdurchflutung auch sehr große Bauteile bis hin zur Außenwand von Schiffen geprüft werden können.

Magnetpulver macht Risse sichtbar

Als Prüfmittel wird in meisten Fällen eine Suspension aus Eisenoxidpulver und Öl benutzt. Unter bestimmten Bedingungen, etwa bei heißen Werkstoffen, wird das Magnetpulver trocken an der Oberfläche angebracht. Das Magnetpulver macht Störungen in den magnetischen Feldlinien (Streufluss) sichtbar, die durch Risse bis zu 4 Millimeter unter der Oberfläche erzeugt werden. Durch Einsatz fluoreszierender Prüfmittel lassen sich Rissbildungen noch besser erkennen – dafür sollte die Untersuchungsumgebung abgedunkelt werden können.

Magnetpulverprüfung - Das bietet Element

Wie die Farbeindringprüfung ist das Magnetpulververfahren vielseitig einsetzbar. In den meisten Fällen liefert die MT-Prüfung aber genauere und schnellere Ergebnisse, was unseren erfahrenen Fachleuten ermöglicht, Rückschlüsse auf Art, Schweregrad und Ursache von Fehlern auf der Oberfläche zu ziehen.

Unsere Experten verfügen über fundierte Fachkenntnisse sowie Zertifizierungen für die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung und die Magnetpulverprüfung. Modernste Geräte in unseren Full-Service-Prüflaboren in Aalen, Bad FriedrichshallHamburg, Mülheim an der Ruhr und Stuttgart ermöglichen nahezu alle Qualitätsprüfungen für ferromagnetische Werkstoffe, Bauteile und Baugruppen – auch als Einzel- und Großserienprüfungen. Zudem bietet Element die mobile Vor-Ort-Prüfung an, in Produktionslinien ebenso wie auf Baustellen oder Schiffen.

Die deutschen Werkstoffprüflabore von Element führen Magnetpulverprüfungen auch entsprechend vieler internationaler Standards und Normen durch. Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen oder um ein Angebot anzufordern.

MAGNETPULVERPRÜFUNG

Nach diesen Standards prüft Element in Deutschland

DIN EN ISO 9934-1 Zerstörungsfreie Prüfung - Magnetpulverprüfungen - Teil 1: Allgemeine Grundlagen

DIN EN ISO 17638 Zerstörungsfreie Prüfung von Schweißverbindungen - Magnetpulverprüfung von Schweißverbindungen

DIN EN ISO 1369 Gießereiwesen - Magnetpulverprüfung

DIN EN ISO10228-1 Zerstörungsfreie Prüfung von Schmiedestücken aus Stahl - Teil 1: Magnetpulverprüfung

DIN EN ISO 10839-5 Zerstörungsfreie Prüfung von Stahlrohren - Teil 5: Magnetpulverprüfung nahtloser und geschweißter ferromagnetischer Stahlrohre zum Nachweis von Oberflächenunvollkommenheiten

ASME Section V Article 7 & 25 Magnetic Particle Examination

ASME Section VIII

Magnetpulverprüfung

Nach diesen Standards prüft Element weltweit

American Metal Society

AMS 2300, AMS2301, AMS 2303, AMS 2442, AMS 2640

American Petroleum Institute

API 1104

American Society of Mechanical Engineers

ASME Section V, ASME Section VIII, ANSI/ASME B31.3

American Society for Non-Destructive Testing

NDT 2, NDT 3ASTM InternationalASTM A275, ASTM E45 (Method A), ASTM E709, ASTM E1444

American Welding Society

AWS D1.1

Deutsches Institut für Normung e.V.

DIN EN 10228-1, DIN EN 1369, DIN EN ISO 10893-5, DIN EN ISO 17638, DIN EN ISO 9934-1, EN 1369, EN ISO 9934-1

Military Specification

MIL-I-6868, MIL-STD-1907, MIL-STD-1949, MIL-STD-271, MIL-STD-68E

National Aerospace Standard

NAS410

Society of Automotive Engineers

SAE J420

Weitere Herstellerzulassungen:

Boeing, Bombardier, Douglas, Eaton, GE, Hamilton Sunstrand, Honeywell, Lockheed Martin, Northrop Grumman, Rolls Royce, Sikorsky