Viele Produkte der Automobilindustrie, Baubranche, der Luftfahrt und der Öl- und Gasindustrie wären ohne Schweißverbindungen nicht denkbar. Die Qualität von Schweißnähten ist dabei von entscheidender Bedeutung.

Schweißnähte sind wesentlicher Bestandteil von Konstruktionsprozessen in Branchen wie dem Stahl- und Maschinenbau sowie im Schiffbau. Vor allem bei sicherheitsrelevanten Bauteilen oder unter technisch anspruchsvollen Einsatzbedingungen können fehlerhafte Schweißverbindungen fatale Folgen für Anlagen, Personal und Umwelt haben. Hält eine Schweißnaht nicht wie vorgesehen, können Bauteile beschädigt werden oder auch komplette Strukturen versagen.

Ziele für die Prüfung von Schweißverbindungen

Im Rahmen der Qualitätskontrolle von Bauteilen werden Schweißnähte nach der Herstellung überprüft. Durch eine Schweißverfahrensprüfung soll sichergestellt werden, dass Unternehmen aus Industrie und Handwerk, die nach z.B. ISO 3834 und DIN EN 1090 zertifiziert sind, Schweißarbeiten nach einer qualifizierten Schweißanweisung ausführen. Die zerstörungsfreie Prüfung von Schweißnähten ist ein Kontrollinstrument. Im Rahmen einer Schweißerprüfung werden die technischen Fertigkeiten des Schweißers durch schweißen eines genormten Prüfstückes untersucht.

Zahlreiche Verfahren für Schweißnahtprüfung

Je nach eingesetztem Material und Schweißverfahren kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Zerstörungsfreie Prüfverfahren machen Poren, Lunker, Einschlüsse von Fremdstoffen, Risse, unvollständige Durchschweißung sowie Form- und Maßabweichungen der Schweißnaht sichtbar. Dafür eingesetzt werden in der Regel die

Die zerstörende Prüfung untersucht dagegen mechanische und technologische Eigenschaften wie Zugfestigkeit, Härte, Zähigkeit und Zeitstandfestigkeit. Häufig angewendete Methoden sind

 

Spezialisierte Prüflabore in Deutschland

Die zerstörende und zerstörungsfreie Prüfung von Schweißnähten gehört zu den Kernkompetenzen der Element-Prüflabore in Deutschland. Unser Team besteht aus hochqualifizierten Mitarbeitern mit langjähriger Erfahrung in der Schweiß- und Prüftechnik. Die Standorte in Hamburg, Mülheim an der Ruhr und Stuttgart sind durch die DAkkS gemäß DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert. Das Werkstoffprüflabor in Hamburg besitzt zudem eine Akkreditierung als Inspektionsstelle Typ A nach DIN EN ISO/IEC 17020 in den Bereichen Schadensanalyse, Qualitätssicherung von Schweißarbeiten, Korrosionsschutz und Qualifizierung von Schweißverfahren.

Im Rahmen der Qualitätskontrolle ermöglichen die modernen Anlagen  an den Standorten Aalen, Altbach und Bad Friedrichshall neben der Einzelprüfung auch die Serienprüfung von Schweißnähten.

Schweißnahtprüfung – Das bietet Element

Um sicherzustellen, dass die Schweißverbindungen und Schweißprozesse unserer Kunden sicher, effizient und zuverlässig sind, kombinieren wir verschiedene Leistungen:

  • • Durchführung zerstörender und zerstörungsfreier Prüfungen im Rahmen von
  • - Schweißverfahrensprüfungen (z. B. ISO 15614, AD 2000 HP 2/1)
  • - Vorgezogenen Arbeitsprüfungen (z. B. ISO 15613, ISO 14555)
  • - Wiederkehrenden Arbeitsprüfungen (z. B. AD 2000 HP 5/2)
  • - Schweißer- und Bedienerprüfungen (z. B. ISO 9606, ISO 14732)
  • - Qualifizierung von Schweißzusatzwerkstoffen (z. B. ISO 15792)
  • - Sonderprüfungen, Handfertigkeitsprüfungen (z. B. DVS 1702)
  •  Zertifizierung von Schweißverfahrensprüfungen nach ISO 15614
  • • Vor-Ort-Überwachung und Betreuung der Qualifizierung von Schweißverfahrensprüfungen
  •  Beratungstätigkeiten in den Bereichen Werkstoffe, Schweiß- und Beschichtungseignung, Fertigungsprozesse und Qualitätssicherung

Für die Qualitätskontrolle bieten wir folgende Leistungen:

  • • Prüfungen nach internationalen Standards wie ISO, ASME und AWS, Klassifikationsvorschriften, Anwendungsregelwerken sowie Projekt- oder Kundenspezifikationen.
  •  Werkstoffprüfungen unter Aufsicht von Sachverständigen von Klassifikationsgesellschaften und anderen Prüforganisationen.
  • • Inspektionsdienstleistungen und Begutachtungen vor Ort.

Durch unsere optimierten Prozessabläufe beträgt die Regelbearbeitungszeit bei der Werkstoffprüfung 3 bis 5 Werktage, abhängig von der Anzahl der Prüfstücke und den normativen Anforderungen. In unseren Werkstätten bieten wir eine eigene Probenfertigung, bei der auch komplexe Prüfstücke und Geometrien kein Problem darstellen. Auf Wunsch organisieren wir den Probentransport innerhalb Deutschlands.